Helicobacter
pylori

Die Bakterien

Die Bakterien vom Typ Helicobacter pylori (Hp genannt) können eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung) hervorrufen, die mit Sodbrennen, Übelkeit, Völlegefühl oder Oberbauchschmerzen einhergeht. Es gilt heute als bewiesen, dass Gastritis eine Grundlage für weitere Erkrankungen, wie Zwölffingerdarm- und Magengeschwüre, darstellt. Darüber hinaus wird vermutet, dass Patienten mit Gastritis ein erhöhtes Risiko für Magenkrebs aufweisen.

Der Test

Um diese schädlichen Bakterien nachzuweisen, kann man, neben der Magenspiegelung, auch den ATEMTEST anwenden.

Prinzip

Das im Testgetränk (13C-Urea) enthaltene, stabile Isotop 13C (nicht radioaktiv) ist ein natürlicher Bestandteil des Organismus und macht auch etwa 1% des gesamten CO2-Gehalt der Luft aus. Nur Hp-Bakterien im Magen können 13C-Urea abbauen; dadurch wird 13CO2 frei, das in der Atemluft durch eine Laboruntersuchung nachgewiesen werden kann. 

Durchführung

Am Tag der Durchführung des Atemtests sollten Sie bitte: 

  • mindestens in den letzten 4 Stunden keinerlei Nahrung zu sich genommen haben,
  • am gleichen Tag keine kohlensäurehaltigen Getränke getrunken haben,
  • in der letzten Woche keine magensäurehemmenden Medikamente eingenommen haben und
  • sich in den letzten 4 Wochen keiner Antibiotika-Behandlung unterzogen haben.

Es werden 2 Atemproben entnommen:

1. Probe: vor Einnahme des Testgetränks.
2. Probe: 30 Minuten danach.

Die beiden Atemproben-Beutel werden mittels Infrarotmassenspektrometrie in einem zertifizierten Speziallabor untersucht.

Das Ergebnis

Das Resultat erfolgt in 7-10 Tagen. Sollte der Test positiv sein (Hp im Magen vorhanden), so kann die Einnahme einer bestimmten Medikamenten-Kombination erforderlich sein, um diese Bakterien im Magen zu beseitigen.

Da die Ansteckung mit diesen Bakterien grundsätzlich über die Nahrung hervorgerufen werden kann, sind Rückfälle daher möglich. Dadurch könnte die Untersuchung und Behandlung aller Personen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, erforderlich sein. Ihr Arzt kann Sie, nach eingehender Untersuchung, ausführlich über die Notwendigkeit der Durchführung eines Hp-Atemtests und die Test-Kosten (die derzeit von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden) informieren.

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